Therapie von Burnout

Die Gesundheitssysteme vieler Länder, so auch das unsere, sind primär darauf eingerichtet, Menschen mit schweren psychischen Störungen, wie etwa Schizophrenie, zu behandeln. Auf diese Weise bleiben rund 70 Prozent aller Menschen mit moderaten psychischen Problemen ohne Behandlung (OECD 2011).

Betrachtet man nun die psychischen und psychosomatischen Beeinträchtigungen, die in frühen Phasen der Burnout-Symptomatik auftreten, so fallen viele dieser Störungen nicht unter die klassischen ICD-Erkrankungen und werden häufig nicht als therapiebedürftig eingestuft.

Welcher stressgeplagte Mensch hat von seinem Arzt noch nicht die Empfehlung bekommen, mal Autogenes Training oder ähnliche „Sachen“ auszuprobieren?

Die DGPG tritt für eine ganzheitliche und frühzeitige Behandlung von Überlastungsempfindungen (Burnout-Symptomen) ein. Dabei sollen die zertifizierten Ärzte, Psychiater und Psychotherapeuten in Zusammenarbeit mit weiteren Netzwerkpartnern (Sportwissenschaftler, Personal-Trainer,Ernährungsberater, Physiotherapeuten, Entspannungstrainer, Personal Coaches etc.) zusammenarbeiten.

Aus diesem Grunde zertifizieren wir Fachkräfte dieser Expertennetzwerke als „Burnout-Ambulanz“. Die Aufgabe dieser Ambulanzen, besteht darin den Betroffenen eine schnelle und individuell passende Hilfestellung zu geben. Dabei ist die ärztliche Begutachtung immer Grundvoraussetzung vor Beginn der Beratung bzw. Weiterleitung an bestimmte Experten.

Quellen:
OECD-Bericht: Psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz immer wahrscheinlicher
(Zugriff 08.04.2012)