Lebensstilbedingte Erkrankungen

Es existiert keine allgemein anerkannte Definition und Abgrenzung lebensstilbedingter Erkrankungen. Oft werden lebensstilbedingte Erkrankungen als Zivilisationserkrankungen bezeichnet. In diesem Kontext beschreibt der Lebensstil Verhaltensweisen, die schädlich für die Gesundheit sind.

Lebensstilbedingten Erkrankungen sind Krankheiten, die aufgrund eines risikoreichen Lebensstils entstehen. Zu den Haupt-Risiken (Gefährdungen) zählen:

  • ungesunde Ernährung (z.B. zu viel, zu fett, zu viel Zucker)
  • unzureichend Bewegung
  • Rauchen, regelmäßiger Alkoholkonsum

Typische Lebensstil-Erkrankungen wie Diabetes, Adipositas, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Lungenbeschwerden oder Depressionen verursachen bereits jetzt sehr umfangreiche Behandlungskosten.

Demnach machen diese nichtüber­tragbaren Krankheiten in den 53 Ländern der WHO-Region Europa 77 Prozent der Krankheitslast aus und sind die Ursache für 86 Prozent aller Todesfälle – Tendenz steigend (Armin Fidler auf dem European-Health-Forum in Gastein am 05.10.2012).